Deloitte Studie: Herausforderungen für das Personalmanagement

15. Januar 2013

Recruiting Trends

Neue Herausforderungen für das Recruiting in Krankenhäusern

Auch im Neuen Jahr müs­sen wir uns mit der dra­ma­ti­schen Per­so­nal­si­tua­tion an deut­schen Kran­ken­häu­sern aus­ein­an­der­set­zen. Die Prüfungs- und Bera­tungs­ge­sell­schaft Deloitte ver­öf­fent­lichte hierzu vor Kur­zem die Stu­die: “Rol­len von Fach- und Füh­rungs­kräf­ten im Kran­ken­haus der Zukunft – Her­aus­for­de­run­gen für das Per­so­nal­ma­nage­ment”. Knapp 70 Kran­ken­häu­ser beant­wor­te­ten wäh­rend der Erhe­bungs­phase zwi­schen Dezem­ber 2011 und April 2012 einen umfang­rei­chen Fra­ge­bo­gen. Hier die inter­es­san­tes­ten Ergeb­nisse:

  • Hän­de­rin­gend gesucht: Die meis­ten unbe­setz­ten Stel­len gibt es bei den Assis­tenz­ärz­ten, 11% aller Befrag­ten hat­ten mehr als 10 Stel­len zu beset­zen. Gesucht wer­den außer­dem Pfle­ge­kräfte mit Fach­wei­ter­bil­dung. Sel­ten frei sind hin­ge­gen die Chef­arzt­pos­ten.
  • Durch­hal­te­ver­mö­gen der Kli­ni­ken ist gefragt: 10% aller Befrag­ten müs­sen län­ger als ein hal­bes Jahr suchen, bis sie eine Arzt­stelle beset­zen kön­nen. Bei den Pfle­ge­kräf­ten geht es hin­ge­gen deut­lich schnel­ler, vor allem bei den­je­ni­gen ohne Fach­wei­ter­bil­dung. Aus die­sem Grund ist es bei 30% der Befrag­ten üblich, diese Stel­len vor­über­ge­hend mit Pfle­ge­kräf­ten ohne Fach­wei­ter­bil­dung zu beset­zen.
  • Der größte Ärz­te­man­gel herrscht in den Berei­chen Anäs­the­sie, Innere Medi­zin und Chir­ur­gie
  • Gründe für offene Stel­len: Man­gel an Bewer­bern, feh­lende Qua­li­fi­ka­tio­nen, Bud­get­knapp­heit, Kon­kur­renz zu ande­ren Kli­ni­ken, lang­same interne Pro­zesse

FAZIT: Wenn keine Maß­nah­men ergrif­fen wer­den, kann es per­so­nal­tech­nisch für viele Kran­ken­häu­ser rich­tig eng wer­den. Wir haben es zuneh­mend mit einem Arbeit­neh­mer­markt zu tun, die Kran­ken­häu­ser müs­sen sich als attrak­tive Arbeit­ge­ber posi­tio­nie­ren, sonst gehen sie im Kampf um gute Arbeits­kräfte leer aus. Und auch die Per­so­nal­ab­tei­lun­gen müssen/werden sich wan­deln: von Per­so­nal­ak­ten­ver­wal­tern zu aktiv-innovativen Per­so­nal­ma­na­gern. Schon jetzt ist die Per­so­nal­pla­nung für 57% der befrag­ten Geschäfts­füh­rer der zweit­wich­tigste Punkt auf ihrer To-do-Liste, davor ran­giert nur noch die Investitions- und Finanz­pla­nung. Im Fokus ste­hen dabei ganz klar die Per­so­nal­re­kru­tie­rung und –bedarfs­pla­nung, gefolgt von Per­so­nal­bin­dung und –ent­wick­lung. Den Per­so­nal­ab­tei­lun­gen ste­hen hier also einige Ver­än­de­run­gen bevor.

Emp­foh­lene Maß­nah­men zur Gewin­nung und Bin­dung von Mit­ar­bei­tern

  • Die Mit­ar­bei­ter­zu­frie­den­heit, vor allem in pati­en­ten­na­hen Dien­star­ten, muss gestei­gert wer­den. Die Mit­ar­bei­ter­zu­frie­den­heit wird an 95% der Häu­ser gemes­sen, meist geschieht dies durch Bera­tungs­un­ter­neh­men. Sie wird in kei­ner Dien­start (Arzt/Pflege/Verwaltung) als sehr hoch ein­ge­schätzt, ist aber von immen­ser Bedeu­tung sowohl für die Bin­dung von Per­so­nal, als auch für das Image des Hau­ses und somit für die Gewin­nung von neuem Per­so­nal.
  • Umden­ken der Arbeit­ge­ber wird not­wen­dig: Die jun­gen Ärzte der Gene­ra­tion Y wol­len Fami­lie und Beruf genie­ßen, daher sollte an der Ver­bes­se­rung der Work-Life-Balance, z.B. durch Arbeits­zeit­fle­xi­bi­li­sie­rung und bes­se­res Zeit­ma­nage­ment gear­bei­tet wer­den
  • Schaf­fung eines fami­li­en­freund­li­chen Arbeits­um­fel­des (z.B. betriebs­na­her Kita-Platz)
  • Bewer­ber müs­sen frü­her ange­spro­chen wer­den, z.B. noch wäh­rend der Aus­bil­dung und an das Haus gebun­den wer­den
  • Auf und Aus­bau der betriebs­in­ternene Aus­bil­dung
  • Ver­stär­kung der Rekru­tie­rungs­ak­ti­vi­tä­ten
  • Anwer­ben aus­län­di­scher Ärzte und Fach­kräfte
  • Ein­füh­rung von Social-Media-Aktivitäten z.B. Face­book, Twit­ter etc.
  • Ver­bes­se­rung des Arbeitgeberimagesimages/des Bekannt­heits­grads, z.B. durch Teil­nahme an Wett­be­wer­ben wie „Great place to work“

Down­load: Aus­führ­li­che Dar­stel­lung der Stu­die

Wenn Sie zu den 30% der Kli­ni­ken gehö­ren, die noch keine ver­stärk­ten Maß­nah­men zur Gewin­nung von Mit­ar­bei­tern ergrif­fen haben, wen­den Sie sich bitte an uns. Nut­zen Sie unsere lang­jäh­rige Erfah­rung im Medi­cal Recruit­ing in den Berei­chen Print · Online · Social Recruit­ing und Hoch­schul­mar­ke­ting! Kon­takt info@mcm-web.de

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