Employer Branding in den Frankfurter Rotkreuz-Kliniken: Die Kampagne Teamgeist erleben

6. Juli 2015

Employerbranding

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Von Mar­tin Cam­phau­sen. Employer Bran­ding ist im Kran­ken­haus­we­sen bis­her kaum bis gar nicht ver­brei­tet. Obwohl der Fach­kräf­te­man­gel vie­ler­orts bereits längst spür­bar ist, und der demo­gra­fi­sche Wan­del deut­lich ver­nehm­bar an die Tür klopft, hän­gen die Personalmarketing-Maßnahmen von Kli­ni­ken dem Zeit­geist hin­ter­her. Wie reagiert man in die­sem ohne­hin schon schwie­ri­gen Rekru­tie­rungs­um­feld auf die spe­zi­el­len Anfor­de­run­gen ins­be­son­dere in der Pflege? Die Ant­wort der Frank­fur­ter Rotkreuz-Kliniken dar­auf lau­tet: Mit dem Auf­bau einer glaub­wür­di­gen Arbeit­ge­ber­marke, wel­che die Stär­ken zusam­men mit den Mit­ar­bei­tern erar­bei­tet und in Form einer Kam­pa­gne mul­ti­me­dial an die Ziel­grup­pen her­an­trägt. „Team­geist erle­ben“ lau­tet der Claim der wer­te­ba­sier­ten Kam­pa­gne, die in 2015 in ver­schie­de­nen Pha­sen aus­ge­rollt wird.

Den Anfang machte eine virale Phase, deren drei Kern­stü­cke die Ver­öf­fent­li­chung der Micro­site www.teamgeist-erleben.de, 10.000 Swing­cards in Frank­fur­ter U- und S-Bahnen sowie ein für die Kam­pa­gne gedreh­tes Image-Video bil­de­ten. Darin sieht man „Team­geist erle­ben“ in vie­len bun­ten Aktio­nen, wel­che Mitarbeiter-Gruppen pas­send zum Claim der Kam­pa­gne zei­gen. Die Mit­ar­bei­ter spie­len die Haupt­rolle und haben das Dreh­buch selbst gestal­tet.

Über die virale Ver­brei­tung sollte her­aus­ge­fun­den wer­den, wel­che Ent­fal­tungs­kraft die Kam­pa­gne ohne Pres­se­rum­mel hat. Alleine inner­halb der ers­ten 14 Tage erhielt das Video über 1.800 Plays und 23 Likes im YouTube-Kanal – für Kli­ni­ken eine sehr hohe Zahl.

 

Ab Anfang Juni 2015 star­tete die erste Außen­wer­bungs­phase in der Frank­fur­ter Innen­stadt, die ab Sep­tem­ber wie­der­holt wird. Auf Bus­sen, Groß­pla­ka­ten, Lit­faß­säu­len und über Video­se­quen­zen an U- und S-Bahn-Haltestellen wer­den die vier Haupt­mo­tive ver­öf­fent­licht. Jedes der Motive geht auf eine der vier Dimen­sio­nen der Kam­pa­gne ein: Team­geist, Zeit (für Pati­en­ten), Qua­li­fi­ka­tion und Wert­schät­zung. Diese vier Dimen­sio­nen stel­len die Stär­ken der Kli­ni­ken aus Sicht der Mit­ar­bei­ter dar. Mit ihnen wur­den in Vor­be­rei­tung der Kam­pa­gne Inter­views und Work­shops durch­ge­führt. In den Ergeb­nis­sen hierzu sta­chen diese vier Merk­male her­vor. Beson­ders deut­lich war aber der gelebte „Team­geist“ unter den Mit­ar­bei­tern und wurde daher das Motto der Kam­pa­gne.

Frankfurter Rotkreuz-Kliniken LogoVon Beginn an spiel­ten die Mit­ar­bei­ter beim Auf­bau der Arbeit­ge­ber­marke eine wesent­li­che Rolle. Somit ist die Kam­pa­gne in zwei­er­lei Hin­sicht authen­tisch: Die Inhalte kom­men von den Mit­ar­bei­tern selbst und eben auch, weil die Kam­pa­gne nach außen nichts ver­kauft, was nicht ein­ge­hal­ten wer­den kann.

Dass die­ses Vor­ge­hen auch in Fach­krei­sen gut und glaub­wür­dig ankommt, zeigt zum Bei­spiel die­ser Ein­trag auf dem Recru­tain­ment Blog. Aber auch ins­ge­samt ist das Inter­esse der Fach­presse groß, wie etwa das Bei­spiel der Ärzte Zei­tung beweist.

Die tages­ak­tu­elle Beglei­tung der Kam­pa­gne erfolgt über das gesamte Jahr auf Face­book – denn auch den Dia­log in Social Media gehen die Frank­fur­ter Rotkreuz-Kliniken ein, wie neben dem YouTube-Kanal auch die Auf­tritte auf XING und kun­unu bewei­sen. Diese Mög­lich­kei­ten wer­den sogar für ein Höchst­maß an Trans­pa­renz genutzt.

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