Erste Ergebnisse der #MRC: Paradigmenwechsel im Medical Recruiting

Eine überaus spannende Veranstaltung zum Medical Recruiting liegt hinter uns. Unter der Moderation von Dr. Uwe Preusker (Chefredakteur von Klinikmarkt Inside)  gaben sich Experterinnen und Experten der deutschen und internationalen Recruitingszene in Baden Baden das Mikrofon in die Hand.

Lutz Altmann von HumanCaps Media (personalmarketingblog.de) brachte dem Auditorium in einer hervorragend strukturierten Keynote Speech die Herausforderungen und Lösungsansätze im Gesundheitsmarkt näher. Die wichtigsten Aussagen:

  • Das Machtverhältnis zwischen Bewerbern und Unternehmen ändert sich: Unternehmen müssen lernen, sich bei den Kandidaten zu bewerben
  • Social Media lebt von den Werten der Generation y wie Offenheit, Transparenz, Authentizität*
  • Im Fokus von Bewerbungsprozessen steht die aktuelle Veränderung der Kommunikation: weg von der Einkanalkommunikation hin zur many-to-many Kommunikation**
  • Die Professionalisierung von Social Media hat längst begonnen: nicht einfach starten, sondern überlegt vorgehen

Und last but not least:

  • Begeisterung wecken! Nur wenn Mitarbeiter/innen 100%ig vom Unternehmen überzeugt sind, werden sie auch zu begeisterten Markenbotschaftern – im Freundeskreis und im Web 2.0!

*nach Zitat Dr. Hans-Christoph Kühn, Siemes; ** nach Zitat Sven Kollmenter, Deutsche Telekom

Best Practice – Facebook Recruitung

Von der Theorie direkt in die Praxis: wie erfolgreiches Facebook Recruiting gestaltet werden werden kann, zeigte Ulrike Maier an Beispielen von SNT Deutschland, Kliniken Essen Mitte und medicaltopjobs.de. Während SNT über Facebook bereits nachweisbare Rekrutierungserfolge erzielen konnte, nutzen die Kliniken Essen Mitte Facebook vor allem für ein Channel übergreifendes Employerbranding.

Das Fazit: Facebook bietet sehr gute Lösungsansätze für Recruiting und Employerbranding. Erfolgsentscheidend ist eine systematische Einbindung in bestehende Recruitingstrategien und eine dauerhafte und konsequente Umsetzung sowie der Einsatz von Applikationen wie Jobstriker, Assessment Tools oder Wettbewerbe, um die Möglichkeiten des viralen Marketing auszuschöpfen.

Stepstone – internationale Employerbranding Studie

Sascha Theisen stellte die internationale Stepstone Studie “Employer Branding – Was Kandidaten suchen und Unternehmen tun sollten“ zur Positionierung der Arbeitgebermarke vor und sorgte mit der Aussage „Ihrem Facebook-Auftritt glaubt man nicht“ für eine kontroverse aber sehr spannende Diskussion. Sehr interessant waren die Ergebnisse der Studie zum Status quo des Employerbranding Deutscher Arbeitgeber – hier eine Auswahl der wichtigsten Ergebnisse:

  • 75% der Kandidaten geben an, dass sie sich eher bei einem Unternehmen mit gutem Ruf bewerben würden, 88% der Kandidaten gaben an, dass sie sich nicht bei einem Unternehmen mit schlechtem Ruf bewerben würden
  • Es gibt noch viel „Luft nach oben“ für die Entwicklung deutscher Arbeitgebermarken: auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten Kandidaten die ihre Arbeitgeber hier mit der Note 5!
  • Nahezu 80% aller Mitarbeiter sagen, das kommunizierte Arbeitgeberimage habe mit der Realität nicht viel gemein
  • Für 83% der Kandidaten zählt bei der Auswahl eines Arbeitgebers eine gute Arbeitsumgebung/Ausstatung und ist damit mehr als finanzielle Anreize und Bonuszahlungen

Soviel für´s Erste – weitere Ergebnisse folgen in Kürze!

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