Im Gespräch mit JOBMEDI-Chef José Rodrigues Freitas

Die Messe JOBMEDI ist inzwischen ein fester Begriff im Gesundheitswesen. Bei dieser Berufsinfomesse dreht sich alles um die Karriere im Gesundheitswesen. Es geht es um Fachkräftesicherung und -gewinnung, ebenso um Aus-/Weiterbildung sowie um das Studium. Die JOBMEDI findet dieses Jahr noch in Berlin, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen statt.

 MCM: Herr Freitas, die erste JOBMEDI-Messe 2015 haben Sie gerade hinter sich, welche Eindrücke und Erfahrungen bringen Sie aus Bochum mit?

J. R. Freitas: Die Eindrücke der ersten JOBMEDI in diesem Jahr sind sehr positiv. Neben den jährlich steigenden Besucher- und Ausstellerzahlen hat sich die gesamte Gesundheitsbranche in NRW eingebracht und die Messe mit vielen Podiumsdiskussionen, Vorträgen etc. bereichert. Das zeigt uns, dass wir mit unserem Konzept auf dem richtigen Weg sind und dass es für uns umso wichtiger ist, die Netzwerke vor Ort zu knüpfen.

MCM: Können Sie bereits Trends für 2015 ausmachen?JOBMEDI LOGO

J. R. Freitas: Im Moment geht der Trend dahin, dass zeitgemäße Arbeitgeber in die Arbeitnehmerbindung investieren. Sie setzen auf die Loyalität der Mitarbeiter zum Unternehmen und setzen immer mehr darauf, aus ihren Unternehmen eine Marke zu machen, mit der sich die Mitarbeiter identifizieren können (Employer Branding). Neue Wege gehen und alt eingetretene Pfade verlassen ist im Moment für kleine und große Unternehmen im Trend und äußerst notwendig. Das erklärt auch den Erfolg der JOBMEDI, die Unternehmen eine neue Möglichkeit der Unternehmenspräsentation bietet.

MCM: Was erwartet die Besucher auf den kommenden Messen: Frankfurt, Hannover, Berlin? Gibt es Neuerungen oder Änderungen?

J. R. Freitas: Neben einer großen Vielfalt von namhaften Unternehmen und Institutionen, die einen riesigen Blumenstrauß an beruflichen Perspektiven im Gepäck haben, haben wir uns dieses Jahr besonders auf die Fahne geschrieben, die Netzwerke an jedem Standort noch engmaschiger zu knüpfen. Wir sind mit der Gesundheitswirtschaft und den Akteuren des Sozialwesens in permanenten Kontakt, um dadurch auch Qualifizierungen für Besucher auf der Messe anbieten zu können. Unser Vortragsprogramm beispielsweise ist vom Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) zertifiziert. Zusätzlich wird es auf der JOBMEDI an einigen Standorten Auditorien geben sowie eine Art „Runder Tisch“, der jetzt in Berlin geplant ist, an den auch Angehörige von beispielsweise Pflegebedürftigen eingeladen werden, um sich mit dem Fachpublikum auszutauschen. Das ist das schöne an diesem Sektor, es gibt immer etwas zu tun und wir haben noch viele Ideen zur Umsetzung toller Aktionen auf der Messe.

MCM: Sind die Zielgruppen auf allen vier Messen gleich oder haben die verschiedenen Standorte Schwerpunkte?

J. R. Freitas: Da wir im Gesundheits- und Sozialwesen alle Menschen, die sich für diese Bereiche interessieren, willkommen heißen und vom Schüler über Fachkräfte bis hin zur Altersgruppe 50+ mit der Messe ansprechen, ist auf allen vier Messen die Zielgruppe gleich.

MCM: Die Besucherzahlen der JOBMEDIS steigen stetig. Warum ist Ihr Konzept so erfolgreich? Werden kommendes oder übernächstes Jahr noch weitere Standorte hinzukommen?

J. R. Freitas: Das Konzept ist so erfolgreich, weil wir mit der JOBMEDI die Möglichkeit bieten, allen Besuchern sich auch einmal „quer“ zu informieren. Was bin ich im Moment mit meiner Qualifikation wert oder was habe ich für Weiterbildungs- und Fortbildungsmöglichkeiten? Dieses sind alles Fragen, auf die man nur mit viel Recherche eine Antwort findet. Das geht auf der JOBMEDI im persönlichen Gespräch mit den Unternehmensvertretern schneller. Dazu kommt noch der Aspekt, dass sich junge Menschen immer weniger für soziale und Pflegeberufe interessieren. Es ist wichtig, eine Plattform zu schaffen, auf der sich junge Menschen auch mal ganz ungezwungen für diese Berufe begeistern lassen können.
Wir haben auf jeden Fall schon ein paar Standorte im Visier, an denen wir die JOBMEDI durchführen werden und freuen uns auf die Weiterentwicklung der Messe.

MCM: Können Sie auch etwas zu den Zahlen der Aussteller verraten?

J. R. Freitas: Die Ausstellerzahlen sind an jedem Standort ziemlich gleich. Da pendeln wir uns zwischen 50 und 70 Ausstellern ein. Die Erstveranstaltungen sind immer etwas schwieriger, da die Unternehmen und Institutionen vor Ort die Messe noch nicht kennen. Wir müssen trotzdem an jedem Standort Unternehmen absagen, nicht weil wir überbelegt sind, sondern um Branchenüberhänge zu vermeiden. Allein in diesem Jahr waren es über 10 Aussteller in NRW, denen wir leider absagen mussten.

MCM: Welche Tipps haben Sie für die jungen Leuten, die eine JOBMEDI besuchen: Wie sollten sie vorgehen, was dürfen sie nicht vergessen, gibt es eine Messe-Besuchsstrategie?

J. R. Freitas: Ob jung oder alt, eines sollte man beim Besuch der JOBMEDI bedenken, auch 50 Aussteller können einen komplett überfordern, und wenn man sich als Besucher nicht darauf vorbereitet, ist der Besuch der JOBMEDI nur halb so effektiv. Ein kleiner Leitfaden kann da schon Wunder bewirken:

  • Was genau möchte ich auf der Messe erfahren und welche Aussteller sind für mich interessant?
  • Stöbern Sie auf der Homepage der Aussteller und informieren Sie sich über deren Angebote.
  • Klicken Sie auf jobmedi.de und vereinbaren Sie im Vorfeld Gesprächstermine mit einem oder mehreren Favoriten auf der Messe.
  • Besuchen Sie die JOBMEDI und sprechen Sie persönlich mit den Unternehmens- und Institutionsvertretern.
  • Notieren Sie sich nach jedem Gespräch Ihre Eindrücke.
  • Gehen Sie nach dem Besuch der Messe mit Ihren Notizen die Gespräche ganz in Ruhe für sich durch und nutzen Sie Ihre neu erworbenen Kontakte, Eindrücke und Erfahrungen!

MCM: Und im Gegenzug: Haben Sie auch Tipps für die Aussteller? Was müssen diese beachten und tun, damit es für ihre Firma eine erfolgreiche Messe wird?

  • Mein wertvollster Tipp, den ich für Aussteller habe ist, dass der Erfolg der Messe mit der Standbesetzung steht und fällt. Das ist richtig schwere Arbeit, aber es macht sich bezahlt, wenn die Besucher den Personen, die den Stand auf einer Messe besetzen, durchgehend die Begeisterung für das Unternehmen, das sie vertreten, von Weitem ansehen.
  • Motivierte Fachkräfte oder Auszubildende aus den Bereichen mitzubringen, für die auch Personal gesucht wird. So finden die Gespräche auf Augenhöhe statt und viele Besucher überwinden schneller ihre Hemmschwelle.
  • Erfahrungsgemäß sind die letzten beiden Stunden einer Messe weniger frequentiert als zu den Hauptzeiten. Da sollten die Aussteller die Gelegenheit nutzen, aufeinander zuzugehen und ein paar Informationen austauschen. Es haben sich schon des Öfteren fruchtbare Geschäftsbeziehungen unter Ausstellern auf der JOBMEDI ergeben. Eine beliebte Strategie ist, die eigenen Giveaways mit denen der anderen zu tauschen, da kommt man schnell ins Gespräch.

MCM: Herr Freitas, herzlichen Dank für das informative Gespräch und weiterhin viel Erfolg mit Ihren Jobmedi-Messen.

MCM Media Consult Maier + Partner GmbH wird am 27. November ebenfalls wieder auf der  JobMedi-Messe in Berlin vertreten sein. Wir freuen uns auf eine Stippvisite an unserem Stand. Am gleichen Abend findet auch unser Medical Recruiting Dinner in Berlin statt. Wenn Sie teilnehmen möchen, finden Sie auf der Veranstaltungsseite alle weiteren Informationen.

 

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