Integrationsprojekt am cts Schulzentrum St. Hildegard

2. Dezember 2010

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Im Dezem­ber konn­ten wir einen Kon­takt zwi­schen Kimeta und einem unse­rer Kun­den her­stel­len und so eine viel­ver­spre­chende Spen­den­ak­tion ansto­ßen. Bereits im letz­ten Jahr hat Kimeta, einer unse­rer Such­ma­schi­nen Part­ner, eine Aktion durch­ge­führt, bei der die Ein­nah­men durch Stel­len­an­zei­gen im Dezem­ber zu 50% einer sozia­len Ein­rich­tung zugute kamen.

In die­sem Jahr stand the­ma­tisch die Inte­gra­tion von Migrant/innen in die Aus­bil­dungs­welt im Vor­der­grund. Das Leit­bild des Unter­neh­mens: „Die Ein­zig­ar­tig­keit des Ande­ren zu schät­zen, unab­hän­gig von Natio­na­li­tät, Welt­an­schau­ung und Reli­gion“  ist auch in der täg­li­chen Arbeit des dies­jäh­ri­gen Spen­den­neh­mers, des Schul­zen­trums St. Hil­de­gard der Cari­tas Trä­ger­ge­sell­schaft Saar­brü­cken fest ver­an­kert. Das Schul­zen­trum ist die   zen­trale Aus­bil­dungs­stätte der Cari­tas­kli­nik St. The­re­sia und des Kran­ken­hau­ses St. Josef in Saar­brü­cken und ver­fügt ins­ge­samt über 210 Aus­bil­dungs­plätze, ver­teilt auf Heb­am­men­we­sen, Logo­pä­die sowie Gesundheits- und Kran­ken­pflege sowie Kran­ken­pfle­ge­hilfe. Ros­wi­tha Fuhr, die Lei­te­rin des Schul­zen­trums sagt über das Pro­jekt: „In Saar­brü­cken leben viele Migrant/innen in den Stadt­ei­len Bur­bach, Mal­statt und Alt-Saarbrücken, die zum Ein­zugs­ge­biet des Schul­zen­trums St. Hil­de­gard gehö­ren. Men­schen, die in unser Land kom­men, benö­ti­gen Hilfe, damit sie unsere Spra­che ler­nen, Freunde gewin­nen und sich zurecht­fin­den. Laut Sta­tis­tik sind Migran­ten dop­pelt so häu­fig von Arbeits­lo­sig­keit bedroht wie Deut­sche, des­halb muss unse­rer Mei­nung nach die öffent­li­che Auf­merk­sam­keit ver­stärkt auf diese Per­so­nen­gruppe gelenkt wer­den.“ Das Schul­zen­trum möchte es Migrant/innen ermög­li­chen, ent­we­der eine Aus­bil­dung machen zu kön­nen oder bei vor­han­de­nem Aus­bil­dungs­ab­schluss einen Arbeits­platz zu fin­den. Oft wer­den die Qua­li­fi­ka­tio­nen, die im Her­kunfts­land erwor­ben wur­den nicht oder nicht voll­stän­dig aner­kannt. Um über­haupt eine Chance auf einen Arbeits­platz fin­den zu kön­nen, müs­sen sich die Berufs­grup­pen im Gesund­heits­we­sen dann häu­fig einer Prü­fung oder einer zusätz­li­chen Aus­bil­dungs­zeit unter­zie­hen. Auf­grund der unter­schied­li­chen Aus­bil­dungs­struk­tu­ren und der häu­fig man­geln­den Sprach­kom­pe­tenz gestal­tet sich die­ses Unter­fan­gen als pro­ble­ma­tisch. Auch Ange­sichts des Fach­kräf­te­man­gels im Gesund­heits­we­sen müs­sen berufs­bil­dende Schu­len und Aus­bil­dungs­be­triebe jetzt neue Kon­zepte ent­wi­ckeln, um Migrant/innen gute Aus­bil­dungs­chan­cen und damit Arbeits­mög­lich­kei­ten zu eröff­nen. Nicht nur die rein fach­li­chen Qua­li­fi­ka­tio­nen son­dern auch inter­kul­tu­relle Kom­pe­ten­zen und Mehr­spra­chig­keit wer­den in Zukunft noch stär­ker nach­ge­fragt sein. Zur­zeit sind im Schul­zen­trum St. Hil­de­gard 40 Schüler/innen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund in den ein­zel­nen Aus­bil­dungs­kur­sen inte­griert, wobei sich die Her­kunfts­län­der der 31 weib­li­chen Schü­le­rin­nen und 9 männ­li­chen Schü­ler über die ganze Welt ver­tei­len. Um den Inte­gra­ti­ons­pro­zess zu för­dern, hat sich das Schul­zen­trum dafür ent­schie­den, keine spe­zi­el­len „Migra­ti­ons­kurse“ ein­zu­rich­ten, son­dern die Bewerber/innen, ent­spre­chend ihrer Kom­pe­ten­zen, in die regu­lä­ren Aus­bil­dungs­kurse auf­zu­neh­men. Sowohl für die Mitarbeiter/innen als auch für die Aus­zu­bil­den­den stellt dies eine beson­dere Her­aus­for­de­rung dar, der sich alle Betei­lig­ten aber gerne stel­len. Bis­her konn­ten fol­gende kon­kre­ten Maß­nah­men umge­setzt wer­den:

  • Imple­men­tie­rung spe­zi­fi­scher Inhalte in Theo­rie und Pra­xis z.B. Inter­kul­tu­relle Kom­mu­ni­ka­tion, Pro­bleme und The­ra­pie­an­sätze für Nicht-Muttersprachler usw.
  • Erstel­lung von Kom­mu­ni­ka­ti­ons­hil­fen für Nicht-Muttersprachler für den Ein­satz in der Kli­nik
  • zusätz­li­che Unter­richts­an­ge­bote (Sprach­kom­pe­tenz, fach­spe­zi­fi­sche Inhalte)
  • Ver­mitt­lung von Sprach­kur­sen für die spe­zi­fi­sche Fach­ter­mi­no­lo­gie
  • Beglei­tung durch Lern- und Bera­tungs­an­ge­bote
  • Zusam­men­ar­beit mit mehr­spra­chi­gen Lehr­per­so­nen und Fach­per­so­nal
  • Ver­mitt­lung von mehr­spra­chi­gen Therapie- und Betreu­ungs­an­ge­bo­ten
  • Netz­werke erar­bei­ten durch Kon­takte und Zusam­men­ar­beit mit inter­kul­tu­rel­len Orga­ni­sa­tio­nen z.B. Ramesch, Migra­ti­ons­stelle des Cari­tas­ver­ban­des Saar­brü­cken

Hier geht es direkt zur Aus­bil­dungs­seite des cts Schul­zen­trums Sankt Hil­de­gard

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