Monster Studie: Recruiting Trends 2014

Die von Mons­ter in Auf­trag gege­bene Stu­die Recruit­ing Trends 2014 bestä­tigt das, was wir auch im Health­ca­re­be­reich wahr­neh­men: Es wird immer schwie­ri­ger bestimmte Stel­len zu beset­zen. Hier lie­gen nach unse­rer Erfah­rung in den letz­ten 12 Mona­ten Fach­ärzte für Innere Medi­zin an der Spitze. Inter­es­sant ist die zuneh­mende Aus­schrei­bungs­pra­xis auf der Unter­neh­mens­home­page. Anschei­nend hat sich die Erkennt­nis durch­ge­setzt, dass die eigene Kar­rie­re­seite ein abso­lu­tes Muss ist. Bei den tat­säch­lich erfolg­ten Ein­stel­lun­gen haben die Online-Stellenmärkte die Nase vorn, aller­dings direkt gefolgt von der Unter­neh­mens­seite und den Print­me­dien, die damit nach wie vor eben­falls eine wich­tige Rolle spie­len. Am schlech­tes­ten im Aufwand/Nutzen-Verhältnis schnei­det in der Stu­die die Agen­tur für Arbeit ab. Hier sind keine nen­nens­wer­ten Recruit­in­ger­folge zu erzie­len — ein Indiz dafür, dass es kaum arbeits­su­chende Fach­kräfte im Health­ca­re­sek­tor gibt. Wei­tere Erkennt­nisse der Stu­die, die die Health­ca­re­bran­che betref­fen:

“Die drei wich­tigs­ten exter­nen und damit von den Unter­neh­men nicht oder nicht direkt beein­fluss­ba­ren Trends für die Per­so­nal­be­schaf­fung bei Unter­neh­men der Health-Care-Branche im Jahr 2014 sind der demo­gra­fi­sche Wan­del, der Fach­kräf­te­man­gel und gesetz­li­che Rah­men­be­din­gun­gen (z.B. All­ge­mei­nes Gleich­be­hand­lungs­ge­setz, mög­li­che Ein­füh­rung einer Frau­en­quote, Blue­card etc.). In der Liste der wich­tigs­ten inter­nen Her­aus­for­de­run­gen für die Per­so­nal­be­schaf­fung in der Bran­che Health Care bele­gen die Mit­ar­bei­ter­bin­dung, Mit­ar­bei­ter­emp­feh­lun­gen bzw. die Nut­zung der Netz­werke der eige­nen Mit­ar­bei­ter für die Rekru­tie­rung und Employer Bran­ding die ers­ten drei Plätze.

Mit Blick auf den Per­so­nal­be­darf der 300 größ­ten Unter­neh­men aus der Bran­che Health Care gehen 47,4 Pro­zent der Befrag­ten davon aus, Ende des Jah­res 2014 mehr Mit­ar­bei­ter zu beschäf­ti­gen als zu Jah­res­be­ginn. Aller­dings wer­den sich durch den Fach­kräf­te­man­gel Pro­bleme bei der Stel­len­be­set­zung erge­ben. So den­ken die ant­wor­ten­den Fir­men, dass eine Stel­len­be­set­zung bei 37,7 Pro­zent aller für 2014 erwar­te­ten Vakan­zen schwie­rig wird und dass 1,8 Pro­zent der freien Stel­len unbe­setzt blei­ben wer­den, weil kein geeig­ne­ter Kan­di­dat gefun­den wer­den kann. Im Ver­gleich zum Jahr 2011 haben sich die erwar­te­ten Pro­bleme bei der Stel­len­be­set­zung jedoch etwas ver­rin­gert. Die nach Ansicht der Stu­di­en­teil­neh­mer aus dem Health-Care-Sektor am bes­ten geeig­ne­ten Maß­nah­men gegen den Fach­kräf­te­man­gel sind die Aus­bil­dung im eige­nen Unter­neh­men und fle­xi­ble Arbeits­zeit­mo­delle. Hin­ge­gen den­ken ledig­lich 11,8 Pro­zent, dass eine Ver­la­ge­rung von Tätig­kei­ten ins Aus­land geeig­net ist, um aktu­ell schwer oder gar nicht besetz­bare Vakan­zen mit­tel­fris­tig bes­ser beset­zen zu kön­nen.

Mit 96,4 Pro­zent wer­den von den Teil­neh­mern an der Befra­gung nahezu alle freien Stel­len auf der eige­nen Unternehmens-Webseite aus­ge­schrie­ben. Rund zwei Drit­tel ihrer Vakan­zen ver­öf­fent­li­chen die Unter­neh­men in Internet-Stellenbörsen, womit dies der am zweit­häu­figs­ten zur Stel­len­aus­schrei­bung genutzte Kanal im Health-Care-Sektor ist. Auf den Plät­zen fol­gen die Bun­des­agen­tur für Arbeit (32,6 Pro­zent), Print­me­dien (26,4 Pro­zent), Mit­ar­bei­ter­emp­feh­lun­gen (17,3 Pro­zent), Social Media (14,4 Pro­zent) und sons­tige Kanäle (7,2 Pro­zent).

Monster Recruitingtrends 2014 Grafik 1

Mit 37,4 Pro­zent resul­tie­ren die meis­ten tat­säch­li­chen Ein­stel­lun­gen aus einer Stel­len­aus­schrei­bung in einer Internet-Stellenbörse. Für die zweit­meis­ten Ein­stel­lun­gen (25,9 Pro­zent) zei­gen sich die eige­nen Web­sei­ten der Unter­neh­men ver­ant­wort­lich. Print­me­dien schlie­ßen sich mit 13,9 Pro­zent an, gefolgt von Mit­ar­bei­ter­emp­feh­lun­gen (9,3 Pro­zent), sons­ti­gen Kanä­len (7,3 Pro­zent), Social Media (4,2 Pro­zent) und der Bun­des­agen­tur für Arbeit (1,9 Pro­zent).

Monster Recruitingtrends 2014 Grafik 2

Mit­ar­bei­ter­emp­feh­lun­gen haben in der Bran­che Health Care eine grö­ßere Bedeu­tung in der Per­so­nal­be­schaf­fung als bei den 1.000 bran­chen­un­ab­hän­gig größ­ten deut­schen Unter­neh­men. Für die Top-300-Unternehmen aus dem Health-Care-Sektor ist die Nut­zung der Netz­werke der eige­nen Mit­ar­bei­ter für die Rekru­tie­rung die zweit­wich­tigste interne Her­aus­for­de­rung für die Per­so­nal­be­schaf­fung. Aktu­ell hal­ten mehr als drei Vier­tel der Stu­di­en­teil­neh­mer ihre Mit­ar­bei­ter dazu an, im eige­nen Unter­neh­men bestehende freie Stel­len an deren pri­va­tes Umfeld/Bekanntenkreis (Off­line) wei­ter­zu­emp­feh­len. In bei­nahe sechs von zehn Health-Care-Firmen wer­den Mit­ar­bei­ter­emp­feh­lun­gen, die zu einer Ein­stel­lung füh­ren, in Form von Geld- oder Sach­wer­ten ent­lohnt. Fast zwei Drit­tel der Stu­di­en­teil­neh­mer aus der Bran­che Health Care beur­tei­len den Ein­satz von Social Media in der Per­so­nal­be­schaf­fung als posi­tiv. Bezüg­lich des Ein­sat­zes von Social Media in ver­schie­de­nen Anwen­dungs­sze­na­rien zeigt sich, dass 22,2 Pro­zent der Befrag­ten Xing und 16,7 Pro­zent Face­book häu­fig oder sehr häu­fig zur Stel­len­aus­schrei­bung nut­zen. Für Employer Bran­ding grei­fen 27,8 Pro­zent häu­fig oder sehr häu­fig auf Xing und jeweils 22,2 Pro­zent auf Face­book und Lin­ke­dIn zurück. Bei der akti­ven Suche nach Kan­di­da­ten (Active Sour­cing) set­zen die Teil­neh­mer an der Befra­gung eben­falls haupt­säch­lich auf Xing (22,2 Pro­zent) und Face­book (16,7 Pro­zent). Schließ­lich suchen 16,7 Pro­zent häu­fig oder sehr häu­fig in Xing und 11,1 Pro­zent in Lin­ke­dIn nach wei­ter­füh­ren­den Infor­ma­tio­nen über bereits iden­ti­fi­zierte Kan­di­da­ten. Ins­ge­samt kom­men Social Media im Jahr 2013 in den vier betrach­te­ten Anwen­dungs­sze­na­rien deut­lich häu­fi­ger zum Ein­satz als im Jahr 2011. Die Ergeb­nisse zum Thema Mobile Recruit­ing zei­gen, dass 64,7 Pro­zent der 300 größ­ten Fir­men aus dem Health-Care-Sektor der Ansicht sind, dass die zuneh­mende Nut­zung mobi­ler End­ge­räte (Smart­pho­nes, Tablet-PCs) auch einen gro­ßen Ein­fluss auf die Rekru­tie­rung haben wird. Zudem den­ken fast sechs von zehn Stu­di­en­teil­neh­mern, dass die Anspra­che von Kan­di­da­ten über mobile End­ge­räte für die Per­so­nal­be­schaf­fung sinn­voll ist.

45,3 Pro­zent und damit die meis­ten Bewer­bun­gen gehen per Web­for­mu­lar bei den 300 größ­ten Health-Care-Firmen aus Deutsch­land ein. E-Mail-Bewerbungen schlie­ßen sich mit 29,5 Pro­zent und papier­ba­sierte Bewer­bungs­map­pen mit 24,8 Pro­zent an. Im Jah­res­ver­gleich gewinnt sowohl die E-Mail- als auch die For­mu­l­ar­be­wer­bung an Bedeu­tung, wohin­ge­gen die papier­ba­sierte Bewer­bungs­mappe Ver­luste zu ver­zeich­nen hat. Diese Ent­wick­lung wird sich nach Ein­schät­zung der Teil­neh­mer an der Befra­gung auch zukünf­tig fort­set­zen. 94,1 Pro­zent der ant­wor­ten­den Unter­neh­men aus dem Health-Care-Sektor bestä­ti­gen, dass fle­xi­ble Arbeits­zeit­mo­delle im All­ge­mei­nen Her­aus­for­de­run­gen für die Zusam­men­ar­beit im Unter­neh­men erzeu­gen. Aktu­ell bie­ten 41,2 Pro­zent der Health-Care-Unternehmen ihren Mit­ar­bei­tern die Mög­lich­keit, im Home Office zu arbei­ten, was ein etwas gerin­ge­rer Anteil als bei den 1.000 bran­chen­un­ab­hän­gig größ­ten deut­schen Unter­neh­men ist.”

Quelle: Recruit­ing­trends 2014 des Centre of Human Resour­ces Infor­ma­tion Sys­tems (CHRIS), Otto-Friedrich Uni­ver­si­tät Bam­berg, Goe­the Uni­ver­si­tät Frank­furt am Main; In Auf­trag gege­ben von Bernd Kraft, Mons­ter World­wide Deutsch­land GmbH
Link auf die Stu­die: Recruit­ing Trends 2014

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