Nischenstellenmarkt II – Jobbörse der Deutschen Gesellschaft für Neurologie

22. Juli 2014

Recruiting Trends

Logo DGNHeute folgt der zweite Teil unse­rer Serie „Nischen­stel­len­märkte“. Nach den Geriatern stehen dieses Mal die Neurologen im Fokus. Der „Stellenmarkt Neurologie“ war die erste Spezialjobbörse in Kooperation mit einer medizinischen Fachgesellschaft. Mit ihren mehr als 7500 Mitgliedern ist die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) die größte nationale neurologische Fachgesellschaft Europas. Seit 2009 werden auf der Webseite der DGN auch Stellenangebote publiziert. Sie hat sich schnell als zentrale Jobplattform für Fachärzte für Neurologie und Weiterbildungsassistenten etabliert. Betreiber dieser Spezialjobbörse ist die Münchner Kommunikationsagentur albertZWEI media, die mit den gesammelten Erfahrungen unter dem Namen MobiJobs ein Baukastensystem für Online-Stellenmärkte entwickelt hat, das sich am Bedarf von Verbänden aller Branchen orientiert. Über diese Success Story sprachen wir mit Frank A. Miltner, dem Geschäftsführer von albertZWEI media.

Geschäftsführer von albertZWEI media

F. A. Miltner, Geschäftsführer von albertZWEI media

Herr Miltner, die Deutsche Gesellschaft für Neurologie bietet mit www.stellenmarkt-neurologie.de eine Spezialisten-Jobbörse für Fachkräfte mit dem Schwerpunkt Neurologie. Warum dieser Stellenmarkt und was macht die besondere Stärke Ihres Angebots aus?

F. A. Miltner: Das Portal hat innerhalb kurzer Zeit einen sehr hohen Bekanntheitsgrad bei Nachwuchs-, Fach- und Führungskräften erreicht und sich als starke Marke etabliert: mit etwa 400 Ausschreibungen pro Jahr, rund 500 Kunden, bei einer Branche von 5500 aktiv im Berufsleben stehenden Fachärzten und -ärztinnen für Neurologie sowie den Weiterbildungsassistenten in dieser Disziplin.
Dieses Konzept ist natürlich für Stellenanbieter attraktiv, da sie ohne Streuverluste inserieren. Manche Anzeigen erreichen mehr als 1000 Page-Views. Durch die Tweets, die wir zu jeder Anzeige pushen, hatten Kunden schon 2 Stunden nach der Schaltung die ersten Bewerbungen vorliegen. Durch die Vernetzung mit anderen Partnerportalen können Stellenanbieter zudem ohne Zusatzgebühren die Reichweite ihrer Anzeige zielgerichtet vergrößern – etwa bei den Jungen Neurologen, wo alle Assistenzarztstellen automatisch platziert werden, und auf der Website der Deutschen Parkinson-Gesellschaft (DPG).
Wie in vielen Branchen und medizinischen Fachbereichen herrscht auch in der Neurologie eine große Nachfrage nach Fachkräften – bei zunehmenden Patientenzahlen, getrieben durch den demografischen Wandel und durch Fortschritte in Diagnose und Therapie. Fast jede Woche eröffnet eine weitere neurologisch ausgerichtete Klinik oder Abteilung; während in anderen Fachbereichen Betten gestrichen werden, stocken die Neurologien ständig weiter auf. Das führt auch im Stellenmarkt Neurologie zu einem Wettbewerb im positiven Sinn – denn jede Einrichtung findet unter den laufend rund 100 gezeigten Stellenangeboten ihre Benchmark, mit der sie ihre Leistungen und ihre Selbstdarstellung vergleichen kann.
Damit schafft der Verband einen Marktplatz im Internet, der die Vitalität seines Fachgebiets reflektiert, und schafft gleichzeitig noch eine nützliche Infrastruktur, die es den Kliniken möglich macht, schneller geeignetes Personal zu finden – die wahrscheinlich wichtigste Voraussetzung, um die Versorgung der Patienten sicherzustellen.
Den wachsenden Zuspruch für die relevanten Websites www.dgn.org, www.junge-neurologen.de und www.stellenmarkt-neurologie.de belegen auch die Zugriffszahlen: knapp 2,5 Millionen Seitenaufrufe von fast 1 Million Visits im Jahr. Mit stets wachsender Tendenz.

Im Jahr 2013 haben Sie Ihre Seite relauncht und um einige Features ergänzt, so haben Sie jetzt z.B. auch eine mobile Fassung für Smartphones. Darüber hinaus sind Sie ständig auf der Suche nach neuen Werbeformen als Ergänzung zum Angebot im Internet, um noch mehr Aufmerksamkeit der Kandidaten zu gewinnen. Wie gelingt Ihnen das und was sind „Stellenanzeigen to go“?

F. A. Miltner: Mobiler Zugriff wird immer wichtiger. Griffen noch vor zwei Jahren nur rund 8 Prozent der User mit mobilen Endgeräten – also Smartphones und Tablets – auf die Seite zu, sind es jetzt schon 25 Prozent. Darum war der Relaunch zur mobilen Website eine notwendige Folge. Dank des flexiblen Webdesigns passt sich die Seite der Bildschirmgröße des jeweiligen Endgeräts optimal und automatisch an. Damit sind Jobsuchende auch unterwegs stets bestens informiert – die wenigsten Einrichtungen haben eigene mobile Seiten für ihre Stellenanzeigen.
Ein quasi mobiles Angebot sind auch die „Stellenanzeigen to go“ – also zum Mitnehmen – auf dem jährlichen Neurologentreffen, in diesem Jahr auf der Neurowoche in München. Hier treffen sich vom 15. bis 19. September 2014 7000 Experten für Gehirn und Nerven auf dem größten interdisziplinären Kongress der deutschsprachigen klinischen Neuromedizin und einem der drei größten Neuromedizin-Kongresse weltweit. Der Stellenmarkt Neurologie ist im Zentrum des Geschehens mit einem eigenen Informationsstand, dem „Stellenmarkt-Tower“, vertreten. Stellenanbieter haben die Gelegenheit, ihre Ausschreibung mit einer attraktiven Auslage zum Mitnehmen besonders aufmerksamkeitsstark zu präsentieren. Online ist zwar wichtig, doch darüber hinaus dürfen wirksame Offline-Maßnahmen nicht vergessen werden.

Welche Empfehlungen können Sie den Recruitern für die Suche nach neurologischem Fachpersonal noch geben? Wann lohnt sich z.B. aus Ihrer Perspektive eine zusätzliche Schaltung in den zielgruppenrelevanten Print-Medien, also in neurologischen Fachblättern oder Fachmagazinen?

F. A. Miltner: Print-Anzeigen sind wesentlich kostenintensiver als eine Online-Schaltung etwa im Stellenmarkt Neurologie. Zudem ist die Veröffentlichung einer Anzeige aufgrund fixer Erscheinungsweisen längst nicht so flexibel buchbar wie online. Mit einer Online-Schaltung dagegen können Stellenanbieter schnell und kostenbewusst auf Personalbedarf reagieren – und erreichen auch qualifizierte Bewerber über die D-A-CH-Region hinaus. Und sie bekommen direktes Feedback in Form von Zugriffszahlen – nicht allein großzügig hochgerechnete Print-Reichweiten. Wir erhalten Rückmeldungen auch von Universitätskliniken, dass eine Schaltung im Stellenmarkt Neurologie ausreicht, um in kurzer Zeit genügend qualifizierte Bewerber vorliegen zu haben – eine Print-Anzeige wird daher als überflüssig erachtet.
Den Trend weg von Print kennen ja alle Verlage schon seit Jahren – egal, ob bei Stellenanzeigen, im Werbebereich oder bei den sinkenden Leserzahlen. Nach der Drift ins Online-Publishing ist jetzt die Zeit reif für branchenspezifische Online-Märkte, für One-Stop-Shops im Web – unserer Meinung nach ist der Zenit für Jobbörsen, die alles für jeden machen, überschritten. Der Stellenmarkt Neurologie und das Konzept „MobiJobs“ treffen exakt in die Zielgruppe. Das haben einige Verbände inzwischen erkannt, für die wir nun neue Stellenmärkte vorbereiten, die demnächst live gehen werden.

Herr Miltner, herzlichen Dank für das Gespräch und viel Erfolg mit MobiJobs.

>> Hier geht’s zu Teil I der Spezialistenjobbörsen-Serie: Stellenmarkt der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie

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