Nutzung von Social Media im Personalmarketing

23. März 2012

Social Recruiting

slide-netzwerk

SOCIAL-MEDIA-LINKS in STELLENANZEIGEN
In die­sem Arti­kel geht es um einige inter­es­sante Erkennt­nisse und ganz aktu­elle Zah­len, die auch für Kli­nik­per­so­na­le­rIn­nen äußerst auf­schluss­reich sein dürf­ten, zumal wir es im Gesund­he­is­t­ar­beits­markt bereits mit einem ekla­tan­ten Fach­kräf­te­man­gel zu tun haben, der neue Hand­lungs­an­sätze beim Recruit­ing erfor­dert.  Von den 4,7 Mil­lio­nen Stel­len­an­zei­gen aus 250 deut­schen Print- und Online-Stellenbörsen, die die Index Inter­net und Medi­a­for­schungs GmbH aus­ge­wer­tet hat, ver­wei­sen gerade ein­mal 4% auf eine Facebook-Seite, auf Twit­ter nur 2,5%. Am häu­figs­ten wird dabei, wenig über­ra­schend, aber trotz­dem über­ra­schend wenig, in den Bran­chen PR, Mar­ke­ting, Mul­ti­me­dia und Design auf Face­book und Twit­ter ver­wie­sen: 6,9 % auf eine Facebook-Seite, 5,2 % auf Twit­ter. Am wenigs­ten wird in den Sozi­al­be­ru­fen ver­linkt: 1,7% zu Face­book, 0,8 % zu Twit­ter.
Quelle: W&V Ohne Social-Media-Link

Dage­gen spre­chen andere Zah­len, näm­lich die Nut­zung und Akti­vi­tät der deut­schen Inter­net­nut­zer in Online-Netzwerken, wie die Erhe­bung von Forsa im Auf­trag der BITKOM zeigt: Knapp drei Vier­tel sind min­des­tens in einem sozia­len Netz­werk ange­mel­det, 66% nut­zen diese sogar aktiv. Bei den 14- bis 29-Jährigen Inter­net­nut­zern sind bereits 92% Mit­glied in einer oder meh­re­ren Online-Communitys, bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 72% und bereits auch erstaun­li­che 55% der ab 50-Jährigen.

Netz­werk
aktive Nut­zung
ange­mel­det
Face­book
45%
51%
Stay Fri­ends
17%
27%
Wer kennt wen?
12%
19%
Studi VZ
6%
12%
Xing
4%
9%
Google+
3%
6%
Twit­ter
3%
6%

59% der akti­ven Nut­zer besu­chen das je am häu­figs­ten genutzte Netz­werk täg­lich. Die übri­gen 41% der akti­ven Netz­werk­nut­zer sind weni­ger als eine Stunde in der Woche (30%) oder meh­rere Stun­den in der Woche, aber nicht täg­lich (11%), in dem Netz­werk unter­wegs. Große Unter­schiede zwi­schen den sozia­len Netz­wer­ken gibt es in der Nut­zungs­in­ten­si­tät. Gro­ßer Gewin­ner ist dabei Face­book, so sind knapp drei Vier­tel der akti­ven Mit­glie­der täg­lich ein­ge­loggt. 42% ver­brin­gen sogar mehr als eine Stunde am Tag dort. Fast alle Netz­werke wer­den über­wie­gend pri­vat genutzt. Aus­nah­men sind die Business-Netzwerke Lin­ke­dIn (zu 100% beruf­lich genutzt) und XING (zu 55% aus­schließ­lich oder über­wie­gend beruf­lich). Immer­hin 8% sind im Microblogging-Dienst Twit­ter auch über­wie­gend beruf­lich aktiv und 22% pri­vat und beruf­lich. Zwar steht bei den meis­ten sozia­len Netz­wer­ken die pri­vate Nut­zung an ers­ter Stelle, die Ergeb­nisse zei­gen aber, dass beruf­li­che Zwe­cke auch bei vie­len pri­mär pri­vat aus­ge­rich­te­ten Netz­wer­ken eine – wenn auch unter­ge­ord­nete – Rolle spie­len.
Erhe­bungs­zeit­raum: Okto­ber 2011
Stich­pro­ben­größe: rund 1000 Per­so­nen, zw. 14 und 69 Jah­ren, in Deutsch­land ansäs­sig
Quelle: Soziale Netz­werke — Zweite, erwei­terte Stu­die
Eine reprä­sen­ta­tive Unter­su­chung zur Nut­zung sozia­ler Netz­werke im Inter­net der BITKOM;  Die kom­plet­ten Ergeb­nisse der Stu­die “Soziale Netz­werke” ste­hen zum Down­load bei der BITKOM zur Ver­fü­gung.

Online-Zeit
Soziale Netz­werke wie Face­book, Google+ oder Xing bin­den 23% der Online-Zeit deut­scher Inter­net­nut­zer, sind damit also nach dem gro­ßen Pool an sons­ti­gen media­len Platt­for­men der deut­li­che Spit­zen­rei­ter. 16,2% der Zeit enfällt davon auf Face­book.

Platt­form
Online-Zeit in %
Sons­tige
41,9
Soziale Netz­werke
22,6
Mul­ti­me­dia
8,7
Por­tale
7,1
Instant Mes­sa­ging
3,8
Gaming
3,7
Auk­tio­nen
3,3
Such­ma­schi­nen
2,0
Com­mu­nities
2,0
Nach­rich­ten
1,9

Die Erhe­bung der Zah­len erfolgte durch das Markt­for­schungs­un­ter­neh­mens comS­core, eben­falls im Auf­trag der BITKOM. Auf dem zwei­ten Platz lie­gen Musik-, Foto- und Video-Websites, wo die User knapp 9 Pro­zent ihrer Inter­net­zeit ver­brin­gen. Auf Online-Portalen wie Yahoo, T-Online.de oder MSN.de, die häu­fig als Start­seite genutzt wer­den und viele Ange­bote bün­deln, ver­brin­gen die Nut­zer 7 Pro­zent ihrer Zeit. Instant Mes­sen­ger, wie ICQ u.ä., haben an Bedeu­tung ver­lo­ren, sie bin­den nur noch 3,8% der Internet-Zeit, da viele Nut­zer inzwi­schen auf die in den Netz­wer­ken inte­grier­ten Chat-Funktionen aus­wei­chen. Aber über die sozia­len Netz­werke wird nicht nur immer mehr kom­mu­ni­ziert, son­dern sich auch zuneh­mend über das Tages­ge­sche­hen infor­miert. Dies trifft bereits auf 28% aller Inter­net­nut­zer zu: Soziale Netz­werke wer­den zum Infor­ma­ti­ons­ka­nal. Quelle: Stu­die Online-Zeit, Februar 2012, BITKOM

FAZIT
Social Media ist ein nicht zu ver­nach­läs­si­gen­der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nal.
Ihn nicht in die Per­so­nal­ak­quise ein­zu­bin­den, zeugt in Anbe­tracht die­ser Stu­dien von Kurz­sich­tig­keit.
Social Media dient dem Employer Bran­ding. Ein Unter­neh­men, das in der Social-Media-Welt aktiv ist, zeigt sei­nen Mit­ar­bei­tern, dass es keine Scheu vor neuen Ent­wick­lun­gen und Inter­esse an Trans­pa­renz und offe­ner Kom­mu­ni­ka­tion hat. Sich als Unter­neh­men im Web 2.0 authen­tisch zu prä­sen­tie­ren, kann den Markt­wert um ein Viel­fa­ches stei­gern.

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