Picker-Report belegt: Mitarbeiterzufriedenheit steigert die Zufriedenheit der Patienten

2. Oktober 2013

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Picker InstitutKennzahlen hin, Kennzahlen her, wenn ich wissen möchte, wie ein Krankenhaus ist, dann frage ich am besten die, die dort vor Kurzem Patient waren oder einen, der dort arbeitet. Dass das auch die Krankenhausführungskräfte hierzulande verstärkt berücksichtigen sollten, zu diesem Ergebnis kommt der Picker-Report 2013: „Nur durch Kenntnis der Erfahrungen der Patienten im Versorgungsprozess und der Arbeitssituation aus Sicht der Mitarbeiter, werden Handelnde in der Lage sein, die Versorgungsqualität umfassend beurteilen zu können, Interessenkonflikte zu verstehen und Verbesserungsmaßnahmen gezielt und sinnvoll einzuleiten.“

Das Picker Institut Deutschland
Die 1998 als Tochter des amerikanischen Picker Institute Inc. gegründete Non-profit-Organisation hat sich zum Ziel gesetzt hat, die Behandlungsqualität aus Patientensicht zu verbessern. Durch wissenschaftlich fundierte und handlungsorientierte Befragungen möchte das gemeinnützige Unternehmen die  patientenzentrierte Versorgung und die Förderung des Qualitätsbewusstseins in Gesundheitseinrichtungen vorantreiben und damit die Vision ihres Gründers Harvey Picker umsetzen: „Understanding and respecting patients’ values, preferences and expressed needs are the foundation of patient-centered care.“

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Quelle: http://commons.wikimedia.org

Der Picker-Report 2013
Für den aktuellen Report wurden 111.835 Patienten aus 197 Krankenhäusern sowie ca. 17.000 Ärzten und Pflegekräften aus 71 Krankenhäusern befragt. Im Zentrum des Interesses standen dabei die Faktoren, die für die Zufriedenheit einerseits der Patienten und andererseit der Mitarbeiter die größte Bedeutung haben, und ob ein messbarer Zusammenhang zwischen Arbeitszufriedenheit und Patientenzufriedenheit besteht.
Als Gradmesser für die Zufriedenheit der Patienten hat sich die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter herausgestellt. Eigentlich wenig überraschend, denn wenn ich montagmorgens gut gelaunt und zufrieden in die Arbeit gehe, habe ich eine andere Patientenorientierung als wenn ich montags um 9 Uhr schon wieder nur an das nächste Wochenende denke.

Fazit der Studie
Was also eigentlich auf der Hand liegt, wurde nun empirisch belegt: Sind die Mitarbeiter zufrieden, steigt damit auch die Zufriedenheit der Patienten. Und klar, das ist wie ein Pingpong, sind die Patienten zufrieden, erhöht dies auch die Zufriedenheit der Mitarbeiter, denn diese sehen, dass Sie gute Arbeit geleistet haben. Damit ist der Appell an die Arbeitgeber klar: Rahmenbedingungen stärken, damit sich Ärzte und Pflegende an den Bedürfnissen der Patienten orientierten und diese entsprechend versorgen können. Nur so kann, nach Ansicht der Verfasser des Reports, eine bessere Versorgungsqualität aus Patientensicht erreicht werden.

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