Pressestimmen zum 100. Internationalen Frauentag 2011

7. März 2011

Recruiting Trends

Navy Nurse Corps 1908

Zum 100. Jah­res­tag des inter­na­tio­na­len Frau­en­tags haben wir uns umge­se­hen, was in den ver­schie­de­nen Pflege- und Medizin-Portalen dazu ver­öf­fent­licht wurde: Auf dem Por­tal des DBFK wird der  Frau­en­be­ruf „Pflege“ in Deutsch­land als Stief­kind von Poli­tik, Wirt­schaft und Gesell­schaft bezeich­net. Johanna Knüp­pel, Refe­ren­tin des Deut­schen Berufs­ver­bands für Pfle­ge­be­rufe (DBfK) sagt dazu: „Für die Pflege gilt lei­der wie für viele andere Frau­en­be­rufe trotz 100 Jah­ren Welt­frau­en­tag: sie ist nied­rig ent­lohnt, muss unat­trak­tive Arbeits­zei­ten abde­cken, kämpft mit hohen phy­si­schen und psy­chi­schen Belas­tun­gen, unter­liegt kon­junk­tur­ab­hän­gi­gen Aus­bil­dungs­struk­tu­ren und bie­tet wenig Auf­stiegs­chan­cen“. Hier geht es zum voll­stän­di­gen Arti­kel.
Susanne Kahl-Passoth, Direk­to­rin des Dia­ko­ni­schen Wer­kes Berlin-Brandenburg-schlesische Ober­lau­sitz, bezieht wie folgt Stel­lung dazu: „Unser gesam­tes sozia­les Sys­tem würde aus­ein­an­der bre­chen ohne die Frauen, die sowohl auf der beruf­li­chen als auch auf der fami­liä­ren und ehren­amt­li­chen Schiene in allen sozia­len Berei­chen ihre Arbeit leis­ten. Ein gutes Bei­spiel ist die Pflege. Eine Pfle­ge­fach­kraft bezieht im Ver­gleich zu einem KFZ-Mechaniker nur ein Drit­tel sei­nes Gehal­tes. Bei­des sind ver­ant­wor­tungs­volle Berufe, aber warum ist die Pflege von Men­schen nur ein Drit­tel so „wert­voll“? Hier geht es zum voll­stän­di­gen Arti­kel.
Auch Ursula Froh­ner, Prä­si­den­tin des Öster­rei­chi­schen Gesundheits- und Kran­ken­pfle­ge­ver­band – ÖGKV nimmt den 100. Frau­en­tag zum Anlass, die nach wie vor weit­ge­hend durch Frauen erbrach­ten Leis­tun­gen in der Pflege zu wür­di­gen: Anders als vor 100 Jah­ren seien Pfle­ge­fach­kräfte heute ein wesent­li­cher Fak­tor des Arbeits­mark­tes, leis­tungs­ge­rechte Ent­loh­nung und arbeits­recht­li­che Stan­dards für Pfle­ge­fach­kräfte seien aber nicht selbst­ver­ständ­lich. Leis­tungs­ver­dich­tung und unre­flek­tierte Öko­no­mi­sie­rung des Ver­sor­gungs­sys­tems wür­den vor­wie­gend auf dem Rücken von Pfle­ge­kräf­ten aus­ge­tra­gen. Der Ein­satz der jun­gen Frauen von heute für die Gestal­tung des Lebens mit Pfle­ge­be­dürf­ti­gen sowie das Erle­ben von Krank­heit sei hier von enor­mer Bedeu­tung. Hier geht es zum voll­stän­di­gen Arti­kel.
Die Medi­zi­ni­sche Uni­ver­si­tät Graz wid­met dem 100. Inter­na­tio­na­len Frau­en­tag die Aus­stel­lung “blick­punkte”. Ab 7.3.2011 sind an fünf ver­schie­de­nen Stand­or­ten künst­le­ri­sche Umset­zun­gen der The­men Inter­na­tio­na­ler Frau­en­tag, Frau­en­kar­rie­ren, Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf, Ungleich­heit in Reprä­sen­ta­tion und Res­sour­cen und Frauen und Medi­zin zu sehen. Pla­kate bie­ten zusätz­lich Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen zu den jewei­li­gen Berei­chen. Hier geht es zur Gen­der UNIT Seite der Uni Graz.

“Nur­sing Stu­dents” im 21. Jahr­hun­dert

In der Geschichte der Kran­ken­pflege gibt es zahl­rei­che Hin­weise dar­auf, dass die Frau­en­be­we­gung ihren Ursprung im Enga­ge­ment ein­zel­ner Frauen hatte, die sich erfolg­reich gegen soziale und gesund­heits­po­li­ti­sche Miss­stände wehr­ten. Die Orga­ni­sa­tio­nen und Berufs­ver­bände, die in der Folge ent­stan­den, sind heute mehr denn je in der Pflicht, sich für bes­sere Arbeits­be­din­gun­gen und leis­tungs­ge­rechte Bezah­lung ein­zu­set­zen, um dem Abwan­dern von (weib­li­chen) Pfle­ge­kräf­ten in andere Berufe ent­ge­gen­zu­wir­ken.

Wei­ter­füh­rende Links:
DBFK – Frau­en­be­ruf Pflege – in Deutsch­land Stief­kind von Poli­tik, Wirt­schaft und Gesell­schaft
Das Ziel ist der Weg — 100 Jahre auf dem Weg zur Gleich­stel­lung — Inter­na­tio­na­ler Frau­en­tag
ÖGKV – Pflege im 21. Jahr­hun­dert ist wei­ter­hin weib­lich domi­niert
Gen­der UNIT Uni­ver­si­tät Graz
Frau­en­bil­dungs­netz: Pflege ist weib­lich

Fotos:
Navy Nurse Corps: Commonshttp://commons.wikimedia.org/wiki/File:Navy_nurse_corps_1908.jpg
Young Nur­sing Stu­dents: www.creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0, via Wiki­me­dia

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