Probleme in Griechenland = Chance für Deutschland?

1. Februar 2012

Recruiting Trends

Es ist ja keine Über­ra­schung: Viele grie­chi­sche Medi­zi­ner wol­len ihre Hei­mat ver­las­sen. Dro­hende Arbeits­lo­sig­keit, schlechte Job­aus­sich­ten und lange War­te­lis­ten für die Fach­arzt­aus­bil­dung gehö­ren zu den wich­tigs­ten Grün­den für den Exo­dus der grie­chi­schen Ärzte. In Deutsch­land dage­gen herrscht ein Fach­kräf­te­man­gel, es locken höhere Gehäl­ter und eine bes­sere Lebens­qua­li­tät. Das Maga­zin Per­so­nal­füh­rung berich­tet in sei­ner aktu­el­len Aus­gabe 2/2012 von die­sem Trend. So waren z.B. die Info-Veranstaltungen der Zen­tra­len Auslands- und Fach­ver­mitt­lung der Arbeits­agen­tur (ZAV) in Athen und Thes­sa­lo­niki bis auf den letz­ten Platz besetzt. Die grie­chi­schen Medi­zi­ner erfah­ren dort etwas über die erfor­der­li­chen Appro­ba­ti­ons­prü­fun­gen, wie sie sich bewer­ben kön­nen, wo Bedarf besteht, und dass ihre Deutsch­kennt­nisse min­des­tens dem B2-Sprachniveau ent­spre­chen müs­sen.
Per­so­nal­füh­rung berich­tet, dass schon heute 7,7 % aus­län­di­sche Ärzte an deut­schen Kli­ni­ken arbei­ten, die Grie­chen stel­len dabei nach den Öster­rei­chern die zweit­größte Gruppe.
Es drän­gen aber nicht nur junge grie­chi­sche Ärzte auf den deut­schen Arbeits­markt, die die War­te­zeit bis zum Beginn ihrer Fach­arzt­aus­bil­dung häu­fig mit schlecht bezahl­ten Jobs in Pri­vat­kli­ni­ken über­brü­cken müs­sen, son­dern es wer­den auch gezielt Fach­kräfte in Grie­chen­land abge­wor­ben. Gesucht wer­den häu­fig aus­bil­dende Ärzte, die schwie­rige nur in der Pra­xis zu ver­mit­telnde Ope­ra­ti­ons­tech­ni­ken wei­ter­ge­ben.
Aber braucht Grie­chen­land seine Medi­zi­ner selbst und wie viele junge Ärzte wer­den nach ihrer Fach­arzt­aus­bil­dung in Deutsch­land blei­ben? Dar­über sind sich Fach­leute und Betrof­fene selbst noch nicht im Kla­ren. Die Situa­tion bleibt nach wie vor in ganz Europa ange­spannt.
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