Recruiting per Videointerview von viasto: ein Trend made in Germany

30. Oktober 2013

Recruiting Trends

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Recruiter und Fachentscheider bewerten die Kandidaten in der interview suite

Recrui­ter und Fach­ent­schei­der bewer­ten die Kan­di­da­ten in der inter­view suite

Um pas­sende Bewer­ber im Health­ca­re­sek­tor zu fin­den, wen­den Per­so­nal­ver­ant­wort­li­che und Per­so­nal­be­ra­tun­gen ihren Blick zuneh­mend ins Aus­land, eine Ten­denz, die sich in Zukunft noch ver­stär­ken wird. Der Markt in Deutsch­land für Ärzte und Pfle­ge­kräfte wird immer knap­per, die Anzahl qua­li­fi­zier­ter Kan­di­da­ten nimmt seit Jah­ren spür­bar ab.
Die Ansprü­che an geeig­nete Aus­wahlin­stru­mente stei­gen damit: Sie sol­len nicht nur die wirk­lich pas­sen­den, inter­na­tio­na­len Bewer­be­rin­nen und Bewer­ber iden­ti­fi­zie­ren, son­dern Pro­zesse beschleu­ni­gen und qua­li­ta­tiv ver­bes­sern sowie gleich­zei­tig viel­sei­tig anwend­bar sein. Die viasto GmbH (VIdeoASsess­mentTOol) hat sich diese Erkennt­nisse zu Nutze gemacht und ein Tool ent­wi­ckelt, mit wel­chem man Recruit­ing ein­fach per zeit­ver­setz­tem Video­in­ter­view betrei­ben kann. Ich habe dazu Dipl.-Psych. Sara Lin­de­mann befragt, Head of Busi­ness & Cli­ent Deve­lop­ment der viasto GmbH.

MCM: Frau Lin­de­mann, wie kam es zur Geschäfts­idee und Fir­men­grün­dung von viasto?
Sara Lin­de­mann: Die Idee zur viasto inter­view suite kam Mar­tin Becker, Unter­neh­mens­grün­der und Geschäfts­füh­rer von viasto, wäh­rend eines Pro­jekts im Aus­land. Es fehlte das geeig­nete LogoInstru­ment, um bereits früh im Per­so­nal­aus­wahl­pro­zess eine zuver­läs­sige, aus­sa­ge­kräf­tige Vor­aus­wahl tref­fen zu kön­nen und einen per­sön­li­chen Ein­druck vom Kan­di­da­ten zu erhal­ten – und das auch über Gren­zen hin­weg. Mar­tin Becker ent­wi­ckelte dann das Kon­zept für eine inno­va­tive, web­ba­sierte HR-Software, mit der Unter­neh­men ein­fach und fle­xi­bel Bewer­ber zu zeit­ver­setz­ten Video­in­ter­views ein­la­den kön­nen. 2010 wurde viasto gegrün­det und erhiel­t das begehrte EXIST-Gründerstipendium des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Wirt­schaft und Tech­no­lo­gie und des Euro­päi­schen Sozi­al­fonds. Noch im sel­ben Jahr haben wir die inter­view suite auf den Markt gebracht. Unser Ziel ist es, sowohl natio­nale als auch inter­na­tio­nale Rekru­tie­rungs­pro­zesse mit Hilfe von Video­in­ter­views effi­zi­en­ter, fle­xi­bler und zuver­läs­si­ger zu gestal­ten.

MCM: Wie genau funk­tio­niert die inter­view suite?
Sara Lin­de­mann: Durch die asyn­chrone Video­tech­no­lo­gie der inter­view suite erhal­ten Unter­neh­men anhand struk­tu­rier­ter Video­in­ter­views bereits vor dem per­sön­li­chen Tref­fen ein Bild von den kon­kre­ten Kom­pe­ten­zen eines Bewer­bers. Das Beson­dere: Die Bewer­ber füh­ren das Video­in­ter­view eigen­stän­dig durch. Sobald die Kan­di­da­ten ihre Inter­views abge­schlos­sen haben, kön­nen HR-Manager und Fach­ent­schei­der die Bewer­ber­in­ter­views anse­hen und anhand fest­ge­leg­ter Kri­te­rien bewer­ten. Auf diese Weise tref­fen die Eva­lua­to­ren eine per­so­nal­dia­gnos­tisch fun­dierte Vor­aus­wahl und stel­len nur die im Video­in­ter­view über­zeu­gends­ten Bewer­ber ihren Kun­den vor. Dies geschieht anhand aus­ge­wähl­ter Video­se­quen­zen, die dem Kun­den mit weni­gen Klicks pass­wort­ge­schützt über­mit­telt wer­den.

MCM: Kön­nen Sie  uns von einem Bei­spiel erzäh­len, wie die inter­view suite ein­ge­setzt wurde?
Sara Lin­de­mann: Für ihre Suche nach einer Assis­tenz für den CFO eines Fortune-500 Unter­neh­mens in der Schweiz setzte eine der größ­ten deut­schen Per­so­nal­be­ra­tun­gen* die inter­view suite erfolg­reich ein. Die Anfor­de­run­gen waren hoch, die zeit­li­che Ver­füg­bar­keit des CFO extrem begrenzt. Nach einem ers­ten Scree­ning der Bewer­bungs­un­ter­la­gen beka­men poten­zi­ell inter­es­sante Bewer­ber aus ver­schie­de­nen euro­päi­schen Län­dern eine Ein­la­dung zum zeit­ver­setz­ten Video­in­ter­view. Sie zeich­ne­ten in einem kla­ren und struk­tu­rier­ten Pro­zess selbst­stän­dig einige Ant­wor­ten auf stel­len­be­zo­gene Fra­gen auf. Dabei konn­ten sie selbst ent­schei­den, wann und wo sie das Video­in­ter­view durch­füh­ren. Ein Vor­teil, der sich um so mehr bei Rekru­tie­rungs­pro­jek­ten über ver­schie­dene Zeit­zo­nen hin­weg ent­fal­ten kann. Die Bera­ter aus der Nie­der­las­sung bewer­te­ten die Ant­wor­ten nach spe­zi­fi­schen Kri­te­rien, die vorab mit dem CFO abge­stimmt wor­den waren. Somit konn­ten sie inner­halb kür­zes­ter Zeit ihrem Kun­den die über­zeu­gends­ten Kan­di­da­ten­vi­deos prä­sen­tie­ren. Eine Ent­schei­dung wurde in Rekord­zeit, nur 3 Wochen nach Such­be­ginn, gefällt. Die Per­so­nal­be­ra­tung hat mit der inter­view suite auf effi­zi­ente und zuver­läs­sige Weise eine fun­dierte Vor­aus­wahl von Bewer­bern getrof­fen, hatte erst­mals mehr als nur Papier in der Hand. Auch der Kunde zeigte sich mit der Effek­ti­vi­tät und Effi­zi­enz der Aus­wahl höchst zufrie­den. Die Bewer­ber auf der ande­ren Seite schätz­ten die Mög­lich­keit, sich bereits in der ers­ten Stufe der Aus­wahl mit ihren tat­säch­li­chen Fähig­kei­ten und Kom­pe­ten­zen prä­sen­tie­ren zu kön­nen, und dies ganz ein­fach über Län­der­gren­zen hin­weg.
Frau Lin­de­mann, vie­len Dank für das Gespräch!

Sie möch­ten aus­län­di­sche Fach­kräfte rekru­tie­ren? In einem per­sön­li­chen Gespräch infor­mie­ren wir Sie gerne über alle Aspekte der inter­na­tio­na­len Rekru­tie­rung sowie zum Mehr­wert, den die inter­view suite Ihnen bei der Per­so­nal­su­che im Aus­land bie­ten kann. Gerne stel­len wir auch den Kon­takt mit Frau Lin­de­mann her.

* Aus Wett­be­werbs­grün­den wird die Anony­mi­tät des Kun­den gewahrt.

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