Reha Spezial auf der 4. Mitteldeutschen Personaltagung MMZ Halle

12. Mai 2012

Recruiting Trends

Am 10. Mai tra­fen sich im MMZ Halle Per­so­nal­ver­ant­wort­li­che aus unter­schied­li­chen Bran­chen, um sich aus­zu­tau­schen, Netz­werke zu bil­den und Inspi­ra­tion für die täg­li­che Arbeit zu erlan­gen. Unter der Über­schrift „Per­so­nal­ma­nage­ment 2012“ prä­sen­tier­ten Exper­ten umfang­rei­ches Know-How für den immer stär­ker wer­den­den Wett­lauf um die rich­ti­gen Mit­ar­bei­ter. Frank Sitta (personal-inform), Ste­fan Per­son und Thors­ten Scha­per (beide trigamedia.de) hat­ten die Ver­an­stal­tung, dies­mal am Unter­neh­mens­stand­ort orga­ni­siert. Ich hatte das Ver­gnü­gen, auf der erst­ma­lig statt­fin­den­den Par­al­lel­ver­an­stal­tung “Reha-Spezial” einen Vor­trag über die Pro­bleme der Per­so­nal­be­schaf­fung in der ambu­lan­ten Reha­bi­li­ta­tion zu hal­ten. In Work­sho­p­at­mo­sphäre dis­ku­tier­ten wir „über den Dächern von Halle“ zwei­ein­halb Stun­den aus­führ­lich über HR The­men und Per­so­nal­ent­wick­lungs­tools.

Die Pro­ble­ma­tik in der ambu­lan­ten Reha­bi­li­ta­tion ist grund­sätz­lich ver­gleich­bar mit der schwie­ri­gen Recruiting-Realität von Kli­ni­ken. Erschwe­rend kommt hinzu,  dass die Unter­neh­men meist von Fach­leu­ten aus dem medi­zi­ni­schen Bereich geführt wer­den, die anspruchs­volle Per­so­nal­auf­ga­ben zusätz­lich mana­gen müs­sen. Dies ist eine große Her­aus­for­de­rung ange­sichts der ange­spann­ten Arbeits­markt­si­tua­tion, die durch den dop­pel­ten demo­gra­fi­schen Wan­del – zuneh­mend älter wer­dende Bevöl­ke­rung bei gleich­zei­tig stei­gen­dem Fach­kräf­te­man­gel – geprägt ist. Grund­sätz­lich ist in die­sem per­so­nal­in­ten­si­ven Bereich, in dem fast immer mul­ti­dis­zi­pli­näre Teams zusam­men­ar­bei­ten, ein Höchst­maß an Auf­merk­sam­keit durch die Füh­rungs­kräfte erfor­der­lich. Bei Mit­ar­bei­ter­grup­pen, die über eine Stärke von 30 Per­so­nen hin­aus­ge­hen, emp­fiehlt es sich jedoch, Auf­ga­ben des Per­so­nal­ma­nage­ments zu dele­gie­ren. Eine gute Kom­mu­ni­ka­tion und ein reso­nan­ter, den Mit­ar­bei­tern zuge­wand­ter Füh­rungs­stil kön­nen dazu bei­tra­gen, grö­ßere Kon­flikte in Teams zu ver­mei­den.

Als Pro­blem wur­den u.a. gewisse „Ent­wick­lungs­li­mits“ gese­hen, die in man­chen Auf­ga­ben­be­rei­chen Fakt sind. Dies könne dazu füh­ren, dass lang­jäh­rige erfah­rene Mitarbeiter/in sich aus einem Ver­än­de­rungs­wil­len her­aus selbst­stän­dig mach­ten – ohne dass sie dadurch ihre Arbeits­be­din­gun­gen ver­bes­sern wür­den. Ein wei­te­res Pro­blem ist die Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tur, die sehr strin­gen­ten Vor­ga­ben der Leis­tungs­trä­ger unter­liegt: Ambu­lante Reha­zen­tren haben in ers­ter Linie einen gesell­schaft­li­chen Auf­trag, sind aber, was die inner­be­trieb­li­che Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lung und indi­vi­du­elle Per­so­nal­ent­wick­lung angehe, auf sich selbst gestellt. Die Vor­ga­ben der Ver­si­che­rungs­trä­ger las­sen nur wenig Spiel­raum und die Unter­neh­men sind gefor­dert, eigene Per­so­nal­stra­te­gien zu ent­wi­ckeln. Die Anwe­sen­den hat­ten sich im Vor­feld bereits mit der Pro­ble­ma­tik aus­ein­an­der­ge­setzt und indi­vi­du­elle Lösungs­an­sätze gefun­den, die gar nicht weit vom State of the Art der Per­so­nal­ent­wick­lung ent­fernt waren und einen gang­ba­ren Weg zwi­schen Theo­rie und Pra­xis dar­stell­ten. Wenn Sie als Betreiber/in eines Reha­zen­trums Fra­gen zu HR-Themen haben, stel­len wir Ihnen unser Know How gerne z.B. im Rah­men von Inhouse-Workshops zur Ver­fü­gung. Kon­takt: Ulrike Roese-Maier, E-Mail: ulrike.maier@mcm-web.de http://www.mitteldeutsche-personaltagung.de/

 

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