Success Story I: Approbation für Ärztin aus Moldawien

6. November 2014

International Recruiting

Diese Frau ist eine interkulturelle Persönlichkeit: Geboren in Moldawien, Medizinstudium in Rumänien, sie war in verschiedenen Krankenhausabteilungen in beiden Ländern tätig und hat hierdurch ein breit gefächertes medizinisches Wissen; sie spricht rumänisch, russisch, englisch und auch noch französisch, denn dort hat sie auch einmal gearbeitet. Außerdem ist sie Mutter von zwei kleinen Kindern. Während ihrer Elternzeit begann sie deutsch zu lernen. Bevor uns jetzt der Mund vor Staunen offen stehen bleibt, gratulieren wir lieber zur Approbation, die sie im Juni in Baden-Württemberg erhalten hat.

Liebe Frau Dr. R., herzlichen Glückwunsch! Sie haben die Zulassung erhalten, Ihren Beruf auch in Deutschland auszuüben. Wie kamen sie auf den Gedanken, die Approbation zu beantragen?
K.L.: Ich wollte einfach sehr gerne in Deutschland als Assistenzärztin arbeiten.

War es schwierig die Approbation zu erhalten; welche Voraussetzungen mussten Sie erfüllen?
K.L.: Als erstes habe ich damit begonnen Deutsch zu lernen. Im Dezember 2013 habe ich dann den B2 Sprachtest bestanden. Von März bis Mai habe ich alle Unterlagen für das Präsidium in Stuttgart vorbereitet. Das ist eine lange Liste: ein tabellarischer Lebenslauf, eine beglaubigte Kopie des Personalausweises oder Reisepasses, eine beglaubigte Kopie mit amtlicher Übersetzung meines Lizenzdiploms (Zeugnis der Ausbildung), Nachweis der deutschen Sprachkenntnisse, mindestens B2 allgemeine Sprache sowie C1 Fachsprachkenntnisse, das ist der Patientenkommunikationstest, auch wieder als beglaubigte Kopie, dann eine ärztliche Bescheinigung, die belegt, dass man gesund ist und den Beruf ausüben kann, außerdem musste ich 4 Führungszeugnisse vorlegen (3 polizeiliche und das Behördliche Führungszeugnis, immer im Original und in beglaubigter Übersetzung), außerdem eine formlose Erklärung, dass kein weiterer Antrag auf Approbation gestellt wurde, eine formlose Erklärung, dass ich beabsichtige, den Beruf in Baden-Württemberg auszuüben, eine formlose Erklärung, dass gegen mich keine strafrechtlichen Ermittlungen laufen, eine Unbedenklichkeitsbescheinigung mit amtlicher Übersetzung aus Moldawien, also dem Land in dem man als Arzt tätig war und meine Promotionsurkunde. Ganz schön viel Papierkram oder?! Den Patientenkommunikationstest habe ich Anfang Juni 2014 bestanden. Zehn Tage später habe ich dann die Approbationsurkunde vom Regierungspräsidium in Stuttgart erhalten. Das ging ziemlich schnell, da war ich sehr überrascht.

Wie sieht so ein Patientenkommunikationstest aus?
K
.L.: Die Prüfung ist sehr hart und anstrengend, weil man 30 Minuten sprechen muss. Die Vorbereitungszeit ist eine Stunde. Es gibt eine Simulation der Beziehung zwischen Arzt und Patient und einen klinischen Fall, z.B. Artroskopie, Appendektomie oder ähnliches. Es wird eine Anamnese benötigt. Die zweite Stufe ist die Patientenvorstellung für den Oberarzt. Und die dritte Stufe ist die detaillierte Erklärung für den Patienten mit einer medizinischen Empfehlung. B2 reicht dafür nicht, man benötigt viel medizinische Terminologie. Es gibt zwei Akteure, die fragen, und nach der Prüfung bekommt man gleich das Ergebnis.

Sie sind ja eine extrem fleißige und umtriebige Persönlichkeit, haben Sie überhaupt Zeit für Hobbys?
K.L.: Also wenn ich Zeit habe, gehe ich gerne joggen oder mit meiner Familie spazieren, dabei kann ich gut entspannen und abschalten. Ich lese auch sehr gerne, aber dafür bleibt im Moment leider keine Zeit.

Wie sind Sie zu MedicalOnboardingGermany (MOG) gekommen?
K.L.
: Ich habe bei meiner Sprachprüfung einen Kollegen kennengelernt, der gute Erfahrungen mit MOG gemacht hat. So habe ich mich auch angemeldet und gute Unterstützung vom MOG-Team in allen bürokratischen Fragen bekommen. Mit der Betreuung bin ich wirklich zufrieden.

Was erwarten Sie nun?
K.L.
: Mein Traum ist, in Deutschland als Ärztin zu arbeiten.

Liebe Frau R., herzlichen Dank für das Interview und alles Gute für Ihre berufliche Zukunft. Das MOG-Team wird Sie gerne auch weiterhin unterstützen.

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