W & V berichtet über Studie zu Stellenanzeigen

14. Mai 2012

Recruiting Trends

Stel­len­an­zei­gen in Print­me­dien sind die ideale Wer­be­platt­form zur Prä­sen­ta­tion des eige­nen Unter­neh­mens. In weni­gen Zei­len müs­sen dabei Anfor­de­rungs­pro­fil und Arbeits­platz­be­schrei­bung auf den Punkt gebracht wer­den. Gerade im Gesund­heits­be­reich ist es heute not­wen­dig, sich von der Masse der Aus­schrei­bun­gen abzu­he­ben und auf klei­nem Raum ein über­zeu­gen­des Bild als “Employer of Choice” abzu­ge­ben. Die meis­ten Kli­ni­ken haben inzwi­schen erkannt, dass es sich lohnt, etwas mehr zu inves­tie­ren — der jähr­lich statt­fin­dende Stel­len­an­zei­gen Award des Ärz­te­blatts (wir berich­te­ten) hat sicher­lich auch dazu bei­ge­tra­gen, dass ein Umden­ken statt­ge­fun­den hat und Stel­len­an­zei­gen heute krea­ti­ver gestal­tet und sorg­fäl­ti­ger for­mu­liert sind als noch vor weni­gen Jah­ren.

Ein Arti­kel in der Fach­zeit­schrift „w&v“ Wer­ben und Ver­kau­fen, Heft 18/2012 bestä­tigt zum Teil unsere Erfah­run­gen: In einer breit ange­leg­ten Stu­die hatte das Forum Markt­for­schung, Mainz im Auf­trag der Per­so­nal­mar­ke­ting­agen­tu­ren Medi­ain­town, Publi­cis Ber­lin und Mons­ter World­wide die Vor­stel­lun­gen von 523 Bewer­bern im Bereich Mar­ke­ting und von 583 Unter­neh­men unter­sucht. Per­so­na­ler und Stel­len­su­chende konn­ten dabei unter vier Anzei­gen­mo­ti­ven wäh­len. Bewer­tet wur­den in den Anzei­gen die Kri­te­rien Inhalt, Spra­che und Gestal­tung. Hier auf einen Blick die wich­tigs­ten Aus­sa­gen:

  • krea­tiv gestal­tete Anzei­gen sor­gen für Auf­merk­sam­keit
  • 80 Pro­zent der Bewer­ber bevor­zu­gen klare Auf­stel­lun­gen mit Punkt­lis­ten, Fließ­text ver­wirre eher
  • die Leis­tun­gen der Arbeit­ge­ber soll­ten deut­lich her­aus­ge­stellt wer­den
  • Der Fak­tor „Wir bie­ten“ (harte/weiche Fak­to­ren) sei für 56 Pro­zent der Bewer­ber wich­tig, wäh­rend nur 48 Pro­zent der Unter­neh­men dies als in einer Stel­len­an­zeige not­wen­dig erach­ten
  • 66 Pro­zent der Fir­men geben Soft Skills an, wäh­rend es nur 48 Pro­zent der Bewer­ber erwar­ten

Auch Bil­der kön­nen gezielt ein­ge­setzt wer­den — sofern sie Emo­tio­nen aus­lö­sen und anschlie­ßend zu bes­se­rer Erin­ne­rung daran füh­ren. Emp­feh­lens­wert sind aus unser Sicht in Fach­zeit­schrif­ten auch ganz- oder dop­pel­sei­tige Anzei­gen.

Inter­es­sant ist die Ein­schät­zung der Inves­ti­tio­nen aus Sicht der befrag­ten Agen­tur­ex­per­ten: es wird bemän­gelt, dass viele Arbeit­ge­ber nicht bereit seien, mehr als 1.000 Euro für die Gestal­tung einer Anzeige aus­zu­ge­ben — dar­un­ter würde dann die Qua­li­tät lei­den. Das sind Sum­men, die im Kli­nik­be­reich wohl eher am obe­ren Ende der Skala lie­gen. Zum einen, weil Stel­len­an­zei­gen in der Ver­gan­gen­heit unter der Über­schrift “Per­so­nal­be­schaf­fung” gene­rell stief­müt­ter­lich behan­delt wor­den sind, aber auch weil es ein­fa­cher war ohne beson­dere Visual Keys eine aus­rei­chende Bewer­ber­re­so­nanz zu bekom­men. Zuneh­mend wird jedoch auch das Thema Per­so­nal­be­schaf­fung unter dem Aspekt des Per­so­nal­mar­ke­ting gese­hen. Schließ­lich geht es darum, Arbeits­plätze auf einem sehr schwie­ri­gen Markt zu “ver­kau­fen”. Und in dem Maß, in dem auch Kommunikations- und Öffent­lich­keits­ar­beit in einem Kran­ken­haus bera­tend zur Seite ste­hen, ent­wi­ckeln sich die Dinge posi­tiv. Die Rea­li­tät sieht aller­dings nach wie vor so aus, dass Kli­ni­ken sehr starke Bud­get­vor­ga­ben haben. Daher müs­sen häu­fig Kom­po­misse gefun­den wer­den zwi­schen einem über­zeu­gen­den Gestal­tungs­kon­zept und öko­no­mi­schen Aspek­ten.

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