HEALTH 2.0 in Deutschland, Lichtjahre hinter dem Rest der Welt?!

8. Mai 2012

Social Recruiting

Ber­lin – 4.000 Besu­cher, 270 Red­ner, drei Tage Pro­gramm: In Ber­lin ging die Fach­kon­fe­renz re:publica zu Ende. Vom 2. bis zum 4. Mai infor­mier­ten sich Mes­se­be­su­cher in Vor­trä­gen und Work­shops rund um das Web 2.0. Ein eige­ner Track war am Don­ners­tag unter dem Titel re:health nur The­men aus dem Gesund­heits­be­reich gewid­met. Unser Ein­druck: Social Media scheint in der Mitte der Gesell­schaft ange­kom­men zu sein — zumin­dest in den Berei­chen Bil­dung, Poli­tik, Kunst (Urhe­ber­recht!!) und Medi­zin. Das merkte man nicht nur am Publi­kum, das kei­nes­falls nur aus Nerds bestand, son­dern auch an den inter­na­tio­na­len Spea­kern, u.a. berich­tete Stef­fen Sei­bert von sei­nen Twitter-Erfahrungen als @regsprecher. Dr. Frank Ant­wer­pes plä­dierte in sei­nem span­nen­den Vor­trag dafür, noch mehr kol­lek­ti­ves Wis­sen auf Platt­for­men zur Ver­fü­gung zu stel­len. In dem von ihm gegrün­de­ten Por­tal doc­check teilt eine Com­mu­nity von meh­re­ren tau­send Ärz­ten medi­zi­ni­sches Fach­wis­sen mit Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen.

Für Kli­ni­ken könnte das web 2.0 zu einem wah­ren Kommunikations-Eldorado wer­den. Zu einer Pati­en­ten­ver­an­stal­tung kann bei­spiels­weise mit ein­fa­chen Mit­teln ein Film für Youtube pro­du­ziert wer­den, der dann güns­tig ins Netz gestellt wird. Im Ide­al­fall hin­ter­las­sen Sei­ten­be­su­cher dann Kom­men­tare und ent­fa­chen eine Dis­kus­sion, mit der das eigene Unter­neh­men dann wie­der mög­lichst posi­tiv „im Gespräch“ bleibt.

Einer der span­nends­ten Vor­täge war die Ana­lyse von Seabstian Horn (die ZEIT) und Max Neuf­eind (Dok­to­rand aus der Schweiz), die sich mit Nut­zer­ty­pen und The­men­strän­gen in online-Debatten aus­ein­an­der­setze: Fol­gende Typen haten Sie nach mühe­vol­ler Ana­lyse von mehr als 1400 Bei­trä­gen iden­ti­fi­ziert:

Nutzertypen in Blogbeiträgen

Medi­zin­the­men waren im re:health-track gut prä­sen­tiert, u.a. dis­ku­tier­ten Kai Sost­mann (Cha­rite, wir berich­te­ten letz­tes Jahr über ihn), Frank Ant­wer­pes, doc­check, und Mar­tin Schlei­cher, agentur-wok, die Frage, ob wir im deutsch­spra­chi­gen Raum den Anschluss an Hel­ath 2.0 ver­passt oder im inter­na­tio­na­len Ver­gleich die Nase vorn haben?! Was das Recruit­ing im web 2.0 angeht, so kann ich aus mei­nen bis­he­ri­gen Beob­ach­tun­gen sagen, dass wir hier noch ganz am Anfang ste­hen. Wir haben auf jeden Fall den Machern der re:publica den Vor­schlag unter­brei­tet, nächs­tes Jahr einen neuen Track ein­zu­füh­ren: re:cruit!

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